Die Zeitschrift für Elektromobilität

    

 

 

 Stand: 25.1.2011

 

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My-Tesla im Winter unterwegs

Text und Fotos von Roland Reichel

Am 18.11.2010 erst hat Eberhard Mayer seinen TESLA in England abgeholt und direkt nach Hause gefahren. Wir haben seinerzeit im Internet und in der Zeitschrift EMobile plus solar über die Fahrt berichtetet., auch über seine Firma "MyTesla", siehe hier:

www.solarmobil.net/meldu153-my-tesla.htm     -   www.solarmobil.net/download/em80-my-tesla.pdf   -   www.mytesla.de

Heute nun kam Firmengründer und Teslafahrer Eberhard Mayer erstmalig zu Besuch ins Haus und Redaktionsbüro der Zeitschrift E-Mobile plus solar. Er war unterwegs von seinem Wohnort Bad Kissingen nach Nürnberg und machte Station in Reifenberg. In den nunmehr gut zwei Monaten ist der Wagen bereits knapp 6000 km gefahren worden, und wegen der winterlichen Strassenverhältnisse ausschließlich mit Winterreifen.


MyTesla beim Stromtanken in Reifenberg

Wir hatten Gelegenheit, dem Fahrer die gleichen Interviewfragen zu stellen, die wir während der e-miglia im August 2010 bereits acht Tesla-Fahrern stellen konnten, siehe Tesla-Bericht in der EMobile 79:

1. Wie lange haben Sie Ihren Tesla schon?
Seit dem 18.11. 2010, als ich ihn direkt im Werk bei Lotus in England abgeholt und direkt nach Hause gefahren haben, siehe auch die Hinweise weiter oben auf die Berichte im Internet und in der Zeitschrift EMobile.

2. Wieviele km sind Sie bis heute damit gefahren?
Bis heute sind es knapp 6000km inklusive der Tour vom Werk in England bis zum Wohnhaus in Bad Kissingen.

3. Wie ist der Einsatz, wofür wird der Wagen genutzt, und in etwa für welche täglichen Strecken?
Der Wagen ist mein "Erstauto", und ich nutze es für alle Fahren im Rahmen meiner Firma MyTesla, also gewerblich im Rahmen von Events, Vorführungen und Ähnlichem. Es gibt keine Vermietungen im Sinne von Autovermietung für fremde Fahrer. Gefahren werden rund 40 bis 60.000 km jährlich.

4. Wie hoch ist der Verbrauch ab Steckdose, und wo wird er hauptsächlich geladen?
Zu Hause wird in der eigenen Garage geladen, in der seit über 10 Jahren eine Drehstromsteckose 400V 32A installiert ist. Geladen wird leider nur einphasig, aber mit 32 A, also mit rund 7 kW. Unterwegs wird an allen vorhandenen Steckdosen geladen, sowohl einphasig Schuko mit 16 A als auch an dreiphasigen Steckdosen. Das Tesla Ladekabel nimmt allerdings den Strom auch bei dreiphasigen Steckern nur von einer Phase. Der Verbrauch ab Steckdose liegt um 17 kWh pro 100 km, selten mehr.

5. Welche positiven Erfahrungen gibt es zu berichten?
Das Fahrzeug ist ausgereifter als erwartet. Es ist voll alltagstauglich unter Berücksichtigung der erwarteten Reichweiten. Die Fahrleistungen, insbesondere die Fahrdynamik (=Beschleunigung) ist einfach gigantisch. Das Fahren macht einfach Freude.

6. Welche negativen Erfahrungen gibt es zu berichten?
Ein einziges Teil, nämlich der Lüfter für die Elektronik, ist wohl wegen Schnee und Salz bereits einige Male ausgefallen und musste ersetzt werden. Der Tesla Service hat das sehr schnell und korrekt erledigt. Weiterhin negativ: Das Ladegerät sollte die Leistungen der in Deutschland üblichen Drehstromsteckdosen, also 10 kW, 22 kW oder 40 kW besser ausnutzen, also wirklich dreiphasig und nicht nur einphasig.

7. Über welche Besonderheiten am Wagen oder der Nutzung gibt es zu berichten?
Der Wagen wird bei jedem Wetter gefahren, auch bei viel Schnee. Es sind natürlich vier Winterreifen drauf. Bis auf die Korrosionsprobleme im Lüfter mit Ausfall gibt es bisher keine Probleme. Der Wagen stößt auf grosses Interesse im Bekannten- und Freundeskreis und regt immer wieder zu Diskussionen über Elektrofahrzeuge an. Durch die eigenen Erfahrungen fiel auch auf, wie unwissend die Öffentlichkeit teilweise noch ist und wie - milde gesagt - unkorrekt die Berichterstattung in den Medien teilweise ist.


Zur Zeitschrift EMobile plus solar:

E-Mail Kontakt:   Roland Reichel, e-mail:    zeitschrift (ät) solarmobil (punkt) de